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Kindertagesstätten

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Im Betriebsteil Kinder- u. Jugendhilfe betreiben wir zwei Kinderheime, ein Schullandheim, insgesamt 12 Kindertageseinrichtungen und einen Bereich der für behinderte Menschen eine Tagesstruktur anbietet.

Zum Leistungsangebot der Kindertagesstätten gehören die Betreuung der Krippenkinder, der Kindergartenkinder und das Hortprofil. In allen drei Altersgruppen können behinderte Kinder integriert werden.

Unsere Kindertageseinrichtungen stellen das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt.

Im Sinne unserer Grundwerte setzen wir uns insbesondere ein für:

  • ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen
  • die Integration von Menschen mit Behinderung
  • eine gezielte Förderung von Menschen, die von Armut betroffen sind

Das Prinzip des Trägers ist die Hilfe zur Selbsthilfe

Die Grundeinstellung unserer Mitarbeiter ist geprägt von der Wertschätzung der kindlichen Bedürfnisse und der Wertschätzung der Familie.

Wir fördern eine hohe fachliche und menschliche Kompetenz unserer Mitarbeiter/Innen.

Kinder brauchen Erwachsene, die ihr kindgemäßes spezifisches „Erleben der Welt“ ernst nehmen, verstehen und unterstützen, sie vor Gefahren schützen und ihre Meinungen, Erwartungen und Wünsche berücksichtigen.

Leitfaden der pädagogischen Arbeit in den Kindertagesstätten der AWO Lausitz Pflege- und Betreuungs- gGmbH ist der Situationsansatz. Dieser pädagogische Ansatz orientiert sich an der momentanen Lebenssituation unserer zu betreuenden Kinder und deren Familien.

Die pädagogischen Ziele sind Autonomie, Solidarität und Kompetenz.

„ Ich kann nicht für Andere, auch nicht ohne Andere,
noch können Andere für mich denken." (Stoll,S.; 1995; S.43)

Als ebenbürtige Partner gestalten unsere Kinder mit den Erwachsenen gemeinsam Erfahrungs- und Kommunikationsprozesse. Die Kinder können selbstbestimmt in allen sechs Bildungsbereichen des sächsischen Bildungsplanes tätig werden, spielen, forschen, experimentieren und ihre Stärken entdecken.

Grundlage und Hauptschwerpunkte des Bildungsplanes ist die Bildung des Kindes, die Beobachtung und Dokumentation.

„Bildung ist ein Prozess, der mit der Geburt beginnt, grundsätzlich individuell und lebenslang verläuft.“ (SMS 2006, Abschnitt 3,4)

Die Umsetzung des Bildungsplanes erfolgt im täglichen Spiel durch Angebote und Projekte. Die Themenwahl richtet sich nach den Interessen und Bedürfnissen der Kinder und greift aktuelle Situationen sowie Ereignisse von der Erlebniswelt der Kinder auf.

Für die Arbeit in den Kitas und den Horten bedeutet das, Kinder ernst zu nehmen, Bildungs- u. Erziehungsprozesse zu initiieren, in denen Kinder ihre Fähigkeiten, ihre „Ich-Kompetenz“, ihre Sozialkompetenz und ihre Sachkompetenz entfalten können. Das schließt ein, den Kindern einen sorgsamen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen nahe zu bringen.

Qualitätssystem 

Trägerintern arbeiten wir nach dem QM System DIN-EN–ISO 9001:2008 in Verbindung mit AWO Normen. Als Qualitätsfeststellungsverfahren für den Kindertagesstättenbereich wird das Verfahren PädQuis implementiert.   

Leiterin 

Frau Carina Israel
 
Telefon: 03571-4885-610
Fax: 03571-4885-605
E-Mail: bl-kjh@awo-lausitz.de

Fachberaterin

 
Frau Barbara Käppel
 
Telefon: 03571-912666
Fax: 03571-912670
E-Mail: kita-fb@awo-lausitz.de

Integrative Arbeit leisten wir in 8 Kindertagesstätten. Ausgebildete Heilpädagoginnen, Erzieherinnen mit heilpädagogischer Zusatzqualifizierung und Heilerziehungspfleger/Innen betreuen Kinder im Alter vom ersten vollendetem Lebensjahr bis zur Beendigung der Grundschule. 

Die Heilpädagogen begleiten die Kinder und unterstützen sie im Tageslauf in ihren Gruppen. Sie nutzen gern den Bewegungsraum und den Therapieraum, der mit sehr ansprechendem Material ausgestattet ist.

Ziele unserer Integrationsarbeit

Allen Kindern gleiche Chancen für eine optimale Entwicklung zu sichern, ist der Grundgedanke der Integration von Kindern mit Behinderung oder von Behinderung bedrohter Kinder. Wir bieten allen Kindern die Möglichkeit, Anerkennung und Lerngelegenheiten zu finden und sich gleichberechtigt an allen Prozessen im Gruppenleben zu beteiligen.

Durchführung:

Um diese Ziele zu erfüllen ist es wichtig, Rahmenbedingungen spezifisch für unsere Einrichtung aus dem Kitagesetz und der Integrationsverordnung abzuleiten.

Erzieher beobachten Kinder mit Auffälligkeiten. Bei Bedarf werden gemeinsam mit den Eltern und dem Fachpersonal z. B. der Frühförderstelle oder Fachambulanzen Fördermöglichkeiten des Kindes besprochen. Mit der Diagnostik entscheiden wir gemeinsam, welcher Förderbedarf vorliegt und ob eine integrative Betreuung entsprechend unserer Rahmenbedingungen möglich ist.

Die Beantragung der Eingliederungshilfe erfolgt durch die Eltern beim Sozialamt. In dieser Phase begleiten wir die Eltern durch intensive Gespräche und bieten dabei unsere Hilfe an.

Nach Feststellung des Förderbedarfs wird ein Förderplan aufgestellt. Dieser bildet die Grundlage für die Zusammenarbeit von Eltern, Erziehern und Therapeuten.

Ausgangspunkt für das jährliche Elterngespräch ist der Entwicklungsbericht, den die Integrativerzieher gemeinsam mit Eltern und den Vertretern des Sozialamtes besprechen. Daraus leiten sie den neuen Förderplan und eventuell die Bestellung von Therapeuten oder die Vorstellung in Fachambulanzen ab.

Beobachtungs- und Dokumentationsarbeit in unseren Kindertagesstätten

Gerd E. Schäfer betont, dass wahrnehmendes Beobachten „ein erfinderischer, ein konstruktiver Prozess“ ist.

Bei der Beobachtung nimmt sich die Erzieher/-in im Kita-Alltag für 5 – 15 Minuten Zeit und beobachtet aufmerksam einzelne Kinder in ihrem Spiel und ihren Aktivitäten. Es werden alle Handlungen und sprachlichen Äußerungen notiert, gefilmt und im Team ausgewertet.

Dokumentation ist
  • konkretes und genaues Aufschreiben der Interessen und Aktivitäten der Kinder
  • notieren, fotografieren, filmen der Spiel- & Lernsituationen
  • sammeln, sortieren, ordnen der entstandenen Produkte und Ergebnisse der Kinder
  • Auswertung der Ergebnisse im Team und Planung neuer Lern- und Spielangebote für das Kind

Jedes Kind erhält gleich am Anfang für diese Dokumentationsarbeit seinen persönlichen Ordner „das Portfolio“.

Im Portfolio werden die vom Kind ausgewählten Arbeiten gewürdigt und seine Spiel-, Lern- und Arbeitsschritte per Bild, Schrift, Foto oder Film aufgezeigt, d.h. die Mappe zeigt den Weg des Lernens, ganz im Sinne folgender Worte:

„Erinnern will ich mich,
an all das, was gewesen, ich möchte jederzeit in diesem Ordner lesen,
was ich gemacht, gefragt, getan, wohin mit Oma ich gefahr´n.
Was ich geträumt, was ich gestaltet, wer mein Leben mitverwaltet.
Selbst meine Ängste, meine Sorgen, will ich kennen auch noch morgen.
Und werd` ich einmal größer sein, schau ich in diesen Ordner rein.
Dort werd` ich lesen über mich und eins sein mit dem kleinen ICH.“
(Gedicht aus „Mein-Ich –als-Kind-Buch“ vom ALS-Verlag)

Eltern- und Öffentlichkeitsarbeit

Erziehungspartnerschaftliche Arbeit in der Bildung heißt, dass wir als Mitarbeiter der Kindertagesstätten / Horte eine enge Kooperation mit allen Institutionen und Personen anstreben, die für eine optimale Entwicklung und Förderung unserer Kinder wichtig sind. 

„Für die Erziehung und Bildung eines Kindes ist das ganze Dorf gefragt.“ (afrik. Weisheit)

In unserer Zusammenarbeit mit den Eltern werden die Mütter und Väter als Experten ihrer Kinder mit eigenen Interessen, Gedanken, Weltanschauungen und Ideen angesehen. Diese Vielfalt von familiären Besonderheiten, Fähigkeiten und Fertigkeiten können wir in unserer erziehungspartnerschaftlichen Arbeit sowie in der Familienbildung nutzen.             

Trägerspezifische Elternarbeit beinhaltet: 

  • Elternstammtisch
  • Familientage
  • Elternabende
  • Elterncafe´
  • Elterngespräche
  • Unterstützung bei Projektarbeiten sowie Festen und Feiern

Unsere Mitarbeiter stehen engagiert für die gemeinsamen Ziele ein und tragen sie mit.